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NEWS · DIGITALISIERUNG · KI

Digitalisierung und KI: Wo Ordinationen Potenzial nutzen können

Weniger Verwaltungsaufwand, bessere Planung und mehr Zeit für Patienten: Eine aktuelle McKinsey-Analyse zeigt erhebliche Chancen durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz im deutschen Gesundheitswesen. Auch für Österreich liefert sie Denkanstöße.

Nach einer am 7. Oktober 2026 veröffentlichten McKinsey-Analyse könnten Digitalisierung und KI im deutschen Gesundheitswesen jährlich rund 80 Milliarden Euro zusätzlichen Nutzen ermöglichen. Davon entfallen 22,8 Milliarden Euro auf KI. Digitale Anwendungen bringen laut der Analyse bereits heute einen jährlichen Nutzen von 11,5 Milliarden Euro.

Die Schätzungen beschreiben keine unmittelbar verfügbaren Einsparungen. Sie berücksichtigen auch höhere Produktivität und einen geringeren Bedarf an vermeidbaren Versorgungsleistungen. Als mögliche Einsatzfelder nennt McKinsey unter anderem automatisierte Dokumentation, digitale Betreuung chronisch Erkrankter sowie Personal- und Kapazitätsplanung.

Unsere Einordnung für Ordinationen in Österreich

Die deutschen Berechnungen lassen sich nicht direkt auf Österreich übertragen. Die angesprochenen Aufgaben sind jedoch auch im heimischen Ordinationsalltag relevant: Informationen dokumentieren, Personal einteilen und Patientenabläufe organisieren.

Aus unserer Sicht lohnt es sich deshalb, bei konkreten Arbeitsabläufen anzusetzen: Wo entstehen wiederkehrende administrative Aufgaben? Welche digitalen Funktionen sind bereits vorhanden? Und welche Veränderung würde das Team tatsächlich entlasten?

Entscheidend ist, dass digitale Lösungen sinnvoll in die tägliche Arbeit eingebunden werden. Ihr Nutzen sollte sich an nachvollziehbaren Verbesserungen zeigen – etwa weniger Zeitaufwand für Routinetätigkeiten oder besser verfügbaren Informationen.

Quelle: McKinsey, Pressemitteilung und Vorstellung der Analyse vom 7. Oktober 2026: „KI und Digitalisierung: 80 Milliarden Euro Potenzial im deutschen Gesundheitswesen noch ungenutzt“. Originalstudie (PDF). Die Zahlen beziehen sich auf Deutschland; die Einordnung für österreichische Ordinationen stammt von ORDI Helden.